Vorheriger Vorschlag

Jetzt mal im Ernst

Wer bitte entscheidet über was? warum werden nicht einfach den direkten Anwohnern Wahlkarten in den Briefkasten geworfen. Dann könnten auch wirklich nur wir Anwohner entscheiden, was aus dem Zenettiplatz werden soll.

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Nächster Vorschlag

Oh Mann

Was für eine Fehlplanung. Die Befürworter schreiben hier von Aktionen, Veranstaltungen und Kommunikation. Wann soll das gewesen sein? In Wirklichkeit saufen sich abends ein paar Typen die Hucke voll.

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Ablehnung

Wut und Frust

Ich möchte einfach nicht, dass von oben bestimmt wird, wie in unsere Nachbarschaft eingegriffen wird. Wir sind keine weissen Labormäuse für Testzwecke aus Richtung Berlin (wie z.B. Zebralog). Da sind Leute, die haben das Eck hier nie gesehen und kennen niemanden hier. Die wissen auch nichts von der wunderbaren Stimmung hier, die durch das Viehofkino und den Biergarten zustande kamen. Die kennen nicht die Hoffeste oder die Hofflohmärkte und meinen sie könnten uns erzählen, was ein Treffpunkt sei. Wenn ihr einmal im Viehhofbiergarten gewesen wärt, dann hättet ihr dasalle Schichten durchdringende und alle Kulturen durchdringende Zusammengehörigkeitsgefühl des Schlachhofviertels kennen lernen können.
So ist das alles bloss Pseudogerede und -getue mit Nullgewinn für Niemanden. DIejenigen die das ganze idiotische Projekt so hochloben sollten doch wenigstens einmal dort erscheinen, damit irgendwann auch man was passiert. Tote Hose mit bleierner Stimmung und nichts was aufzubauen vermag. Wut und Frust über die Parkplatzsuche und die vergeudeten Gelder. Und noch mehr Wut und FRust über die Ideenlosigkeit der Stadtplaner mit ihre berliner Spezis. Jetz bin ichs endlich los......

Ich bin Anwohner*in des Zenettiplatzes

Kommentare

Moderationskommentar

Liebe*r Gast,

vielen Dank für Ihren Beitrag!

Sie haben Recht, Zebralog ist eine Berliner Agentur. Wir sind für den Beteiligungsprozess rund um das Projekt city2share beauftragt und arbeiten in diesem Projekt mit vielen Partnern vor Ort zusammen (näheres hierzu finden Sie auch unter "Informationen"). Das Projekt city2share und vor allem die temporäre Umgestaltung des Zenettiplatzes sind durch viele Veranstaltungen vor Ort und in Gesprächen mit den Anwohner*innen (Verlinken auf die Veranstaltungsseite) begleitet worden.
Da es gerade nicht darum geht, etwas von oben zu bestimmen, sondern gemeinsam etwas auszuprobieren, interessiert uns Ihre Meinung sehr: Haben Sie die temporäre Umgestaltung des Zenettiplatzes in den letzten Wochen verfolgt? Haben Sie zu dem Platz selbst konkrete Rückmeldungen? Was macht einen Treffpunkt für Sie aus?

Wir sind gespannt auf Ihr Feedback!

Herzliche Grüße
Ihre Moderation

Ich bin ganz direkter Anwohner und sozusagen Eingeborener.
Zitat:"durch viele Veranstaltungen vor Ort und in Gesprächen mit den Anwohner*innen".
Es kommt nicht auf die Menge der Gespräche an, sondern mit wem. Bei uns kennt man sich ganz gut und die Kommunikation läuft auch. Ich kenne aber niemanden der "Anwohner*innen" der bei einem Gespräch dabei war. Was nutzen mir hier Berater und Entscheider aus der Ehrengutstraße, Daiserstraße oder der Maistraße, wenn wir hier direkt nicht gefragt oder angesprochen werden. Das fand tatsächlich nicht statt. In unsere Nachbarschaft ist eingegriffen worden, ohne dass die Nachbarn mit entscheiden durften. Für die anderen ist es nur ein Viertel, ein Quartier, wo man am Zenettiplatz vielleicht 3-4 x im Jahr vorbeischaut.
Zitat: "Haben Sie die temporäre Umgestaltung des Zenettiplatzes in den letzten Wochen verfolgt?"
Ich lebe hier und zwar jeden Tag und direkt davor.
Zitat:"Haben Sie zu dem Platz selbst konkrete Rückmeldungen? Was macht einen Treffpunkt für Sie aus?"
Bitte einfach oben lesen, es steht alles da. Begegnung unter Nachbarn findet nicht nur an einem Platz statt, sondern in einer Atmosphäre des Miteinanders. Da war der Viehof-Biergarten. Da sind die Hofflohmärkte. Da kennt man sich und wer sich noch nicht kennt, lernt sich dort kennen. Und da ist einfach auch das Gespräch auf der Straße (aber sicher nicht an am Zenettiplatz).
In der Testphase, auch bei schönstem Wetter hat das dort nicht stattgefunden. Ein Klientel ist dort, das auch schon vorher da war. Die holen sich ein oder zwei Bier beim Pizzaservice, setzen sich dort auf die Bank davor oder den alten Bürostuhl und reden miteinander. Die sitzen jetzt halt auf den Holzkisten. Mit nacbarschaftlicher Begegnung hat das aber nichts zu tun.
Das Schlachthofviertel zeichnet sich dadurch aus, dass hier immer viel Kommunikation war. Bis zur Mitte des 20. Jhrd. hieß es das "Italienviertel" dadach wurde es das Griechenviertel und jetzt ist es hipp und in. Aber die Italiener, Griechen und Türken wohnen immernoch hier. Man kennt sich, man hilft sich. Aber was man nicht braucht ist eine Verkehrsinsel, die sich Begegnungsstätte nennt. Das Konzept ist wie Watzlawick: "Jetzt sei auf der Stelle fröhlich".
Ich habe die Kommentare durchgeblättert. Ihre Aufforderung, seine Meinung zu erklären kommt nur bei Ablehnungen vor. Eigentlich bei der voliegenden Sachlage nicht verständlich.
Sehr häufig ist allerdings bei den Ablehnern der Ruf nach einem vernünftigen, größeren und besser geschützen PLatz. Wenn Sie dies als Fazit mitnehmen würden, dann wäre der Testlauf mit dem Zenettiplatz auch die Sache wert gewesen.
Jetzt bin ich auf Ihre Antwort gespannt.
Ebenfalls herzliche Grüße vom Zenettiplatz

Liebe*r Gast,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort!

Es ist schade, dass die Kommunikationsmaßnahmen zum Projekt sie nicht erreicht haben. Das Projekt wurde über Postwurfsendungen und Plakate im Viertel bekannt gemacht und mit einigen Anwohner*innen sind wir im Rahmen von Veranstaltungen und auch im Laufe der Aktionswoche ins Gespräch gekommen. Umso besser aber, dass Sie den Weg in den Online-Dialog gefunden haben: Die Umgestaltung des Zenetti-Platzes war bislang eine temporäre Testphase und wir sind jetzt natürlich an positivem ebenso interessiert wie an kritischem Feedback.

Vielen Dank daher für die ausführliche Erläuterung!

Herzliche Grüße
Julia DiMauro