Quartierswerkstatt

07.10.2017, 14 - 18 Uhr

Quartierswerkstatt "Mobilität gestalten - Stadtviertel gestalten in Isarvorstadt und Untersendling"

Zum Auftakt des Prozesses fand am 07.10.2017 eine Quartierswerkstatt im Gemeindesaal der St. Mathäus Kirche statt. Ziel der Quartierswerkstatt war es, alle interessierten Bürger*innen über den Prozess zu informieren und gemeinsam Ideen für nachhaltige Mobilität und die Nutzung der entstehenden Freiflächen zu entwickeln.

Was würde ihr Viertel lebenswerter machen? Welche Mobilitätsform nutzen die Bürgerinnen und Bürger am liebsten? Was fehlt? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich das Forschungsprojekt City2Share, in dessen Rahmen in Untersendling und der Isarvorstadt stellvertretend für München eine neue Art der Mobilität getestet wird. Genauer gesagt: Verschiedene Möglichkeiten, die den Verkehr im Viertel für die Zukunft verbessern sollen. Das Credo: Energie statt Benzin oder Diesel, Leihen statt Besitzen. Einbringen können sich die, die am nächsten sind: Die Anwohnerinnen und Anwohner aus den beiden Stadtteilen. Mehr noch: sie sollen aktiv mitgestalten. Bei der ersten Quartierswerkstatt am vergangenen Samstag, 7. Oktober, war ihre Meinung gefragt.

„So eine Möglichkeit, den Stadtteil direkt vor der Haustüre mitzugestalten, gibt es nicht oft“, sagt eine Bürgerin. Ihr konkreter Vorschlag: „Ein Brunnen! Wasser funktioniert immer und lockt Kinder und Erwachsene an“. Mit solchen Ideen steht sie nicht alleine da: „Ringsrum könnten wir Sitzsäcke verteilen“, sagt ein anderer Anwohner, eine Nachbarin wünscht sich außerdem eine Mooswand als Abgrenzung zur Straße.

Gesammelt wurden diese Ideen während verschiedener Workshops und Diskussionen, nachdem sich Projektpartner wie der Logistik-Dienstleister UPS, dessen Kuriere die Pakete von Mikro-Depots aus mit Lastenrädern ausliefern, sowie BMW DriveNow und MVG, die mit einem weiterentwickelten Bike- und Carsharing-Angebot in den Vierteln sind, an verschiedenen Stationen vorgestellt haben. So entstand ein Live-Stimmungsbild, indem die Bürgerinnen und Bürger während der Quartierswerkstatt verschiedene Fragen mit ihrem Smartphone beantwortet haben. Das Fazit: Mehr Grün, mehr Radwege, mehr Platz und Ruhe wünschen sie sich alle.

Das als Grundlage, kamen die Bürgerinnen und Bürger anschließend zu einem Gruppen-Brainstorming zusammen. Erarbeitet werden sollten Gestaltungsideen für Kidler- und Zenettiplatz. Auch dabei ging es wieder darum, die Wünsche möglichst konkret zu erfassen. Dazu die Frage: „Angenommen es ist Ende 2018. Wie soll der Platz aussehen?“ Die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger sind vielfältig – und eindeutig: Sie wünschen sich ruhige Rückzugsorte für die Mittagspause und einen gemütlichen Sommerabend. Sitzgelegenheiten stehen dafür an erster Stelle, „aber keine Stühle, sondern was entspannteres“. Auch grün soll es sein, mit vielen Bäumen und sogar einer Mooswand als Sicht- und Lärmschutz zur Straße. Außerdem: Ein Bücherschrank, Hochbeete und eine Ausleih-Station für Lastenräder.

Zusammen mit den Projektpartnern prüft die Stadt München nun, welche Vorschläge und Wünsche wie umgesetzt werden können.

Eine Fotodokumentation der Veranstaltung finden Sie hier. Die ausführliche Dokumentation der Veranstaltung finden Sie in Kürze auf dieser Seite.

Adresse

Gemeindesaal der St. Matthäus Kirche

Nußbaumstraße 1

Deutschland

Anreiseweg über Google Maps

Zitate aus der Veranstaltung